Bonuswetten – Wetten mit fremdem Geld!

Der Traum eines jeden Wett-Teilnehmers: Eine Wette platzieren und im Verlustfall kein Geld verlieren, bei positivem Ausgang jedoch den Gewinn einstreichen – also wetten ohne eigenen Einsatz.

Das gibt es! Sie fragen sich wie und wo?

Viele Buchmacher und Wettbörsen bieten für Erstkunden sogenannte Bonuswetten an. Das bedeutet, dass bei der erstmaligen Eröffnung eines Wettkontos ein je nach Anbieter unterschiedlicher Betrag aus dem Vermögen des Buchmachers zusätzlich ihrem Konto gutgeschrieben wird und Sie mit diesem zusätzlichen Geld ihre Wetten bezahlen können. Sie wetten also mit fremdem Geld. Der erste Gedanke, der einem durch den Kopf schießt, ist die Idee, sich dieses zusätzliche Geld direkt nach erfolgter Gutschrift von seinem Wett-Konto auszahlen zu lassen.

Ganz so einfach ist es doch dann auch wieder nicht. Um letztendlich in den Genuss der Auszahlung zu kommen, gibt es auch hier je nach Anbieter bestimmte Voraussetzungen. Die meisten Buchmacher verlangen, dass man diesen Bonus oder den Bonus plus das eigene Kapital eine bestimmte Anzahl von Runden komplett durchspielt. Das heisst z. B. bei einem eigenen Einsatz von 100,00 Euro und einer Gutschrift von 50,00 Euro, dass diese 150,00 Euro mindestens dreimal gesetzt werden müssen, bevor es zu einer Auszahlung kommt. Der Buchmacher spekuliert natürlich darauf, dass Sie innerhalb dieser „Zwangsrunden“ das Geld verlieren und er ihnen somit den Bonus nicht auszahlen muss, sondern er ihn auf diese Art und Weise wieder zurück bekommt.

Dennoch – wer ohnehin plant erstmalig ein aktives Wettkonto bei einem Buchmacher zu eröffnen, sollte auf diesen Bonus nicht verzichten, aber die Bestimmungen vorher auch genau lesen!

Bei welchem Buchmacher soll ich die Einsätze platzieren? – Auswahlkriterien und Risikoeinschätzung

Diese Frage sollte man sich immer stellen und sie stellt sich auch immer und zwar ganz unabhängig von der Frage, wer denn nun die besten Quoten bietet. Denn die Qualität der angebotenen Quoten ist erst die zweite Frage; die erste Frage ist ein Check des Anbieters hinsichtlich der Seriosität.

Schliesslich wollen Sie auch, dass das von ihnen via Internet überwiesene Geld zum Wetten verwendet wird und nicht an einem kurz vor der Insolvenz stehendem Anbieter transferiert wird oder in dunklen Kanälen verschwindet. Wohlgemerkt – hier soll keine Panik verbreitet werden, aber es soll schon vorgekommen sein, dass sich auch durchaus seriöse Unternehmen aus dem aktiven Wirtschaftsleben verabschiedet haben und das unabhängig von der jeweiligen Branche. Also – ein Stück Vorsicht und gesunder Menschenverstand ist auch hier durchaus angebracht. Aber nicht nur im Hinblick auf eine möglicherweise schiefe wirtschaftliche Situation eines Anbieters, sondern auch bei ganz normaler Geschäftsabwicklung kann es zu Fragen ihrerseits kommen, die Sie dann als Kunde geklärt haben wollen.

Zur Beurteilung eines Anbieters bzw. zur Beantwortung der Ausgangsfrage gibt es einen Kriterienkatalog mit Hilfe dessen Sie ihren bevorzugten Anbieter mit Plus und Minus für sich selbst bewerten können. Auszugsweise hier einige Fragen aus diesem Katalog:

Gibt es eine deutschsprachige Seite?

Wie lange gibt es den Anbieter schon?

Wie ist der Support strukturiert; per FAQ, per Fax, als E-Mail oder sogar per erreichbarer und bezahlbarer Telefonnummer?

Welche Überweisungswege werden mir für Einzahlungen und Auszahlungen angeboten?

Gibt es Auszahlungsbeschränkungen, der Anzahl nach oder betragsmässige Limitierungen?

Wie hoch sind die Gebühren für Einzahlungen/Auszahlungen?

Welche Aussagen/Meinungen finde ich im Internet zu dem Anbieter?

Je mehr belastbare Antworten Sie auf diese Fragen finden, um so eher formt sich bei ihnen selbst ein Bild zur Entscheidungsfindung, wo Sie denn nun letztendlich ihr Geld platzieren. Zwar gibt auch diese Vorgehensweise keine absolute Sicherheit, sollte aber das latente Risiko deutlich verringern.

Lay-Quote zu Back-Quote – Wie errechnet sich die Verzinsung bei einer Lay-Quote?

Hat Sie nicht auch schon einmal das ungute Gefühl beschlichen, nicht zu wissen wie Sie eine Lay-Quote hinsichtlich der Verzinsung ihres Einsatzes im Gewinnfall einzuschätzen haben bzw. wie diese Verzinsung zu errechnen ist?

Bei einer Back-Quote ist das selbst für den unerfahrenen Wetter kein Problem. Er weiß, wie er eine Back-Quote von beispielsweise 1,8 hinsichtlich der Verzinsung einzuschätzen hat; ein Blick auf die Quote genügt und je nachdem auf welches Ereignis er sein Geld platzieren will, wird er diese dann akzeptieren oder eben auch nicht. Die erzielbare Verzinsung des Wetteinsatzes bei einer Back-Quote ist ja auch ganz offensichtlich. Bei der Quote von 1,8 erzielt man eine Verzinsung von 80 %, bei einer Quote von 2,8 gibt es eine Verzinsung von 180 % und bei einer Quote von 3,8 gibt es 280 % Verzinsung jeweils auf das eingesetzte Kapital.

Bei der Ermittlung der Verzinsung einer Lay-Quote tun sich jedoch viele schwer. Aber auch diese Errechnung ist wie so oft im Leben ganz einfach, wenn man das nötige Know-how hat; dafür gibt es nämlich eine Formel:

100 / (((100 / Lay-Quote) * -1) +100) = umgerechnete Back-Quote.

Dazu ein Beispiel: Gehen wir einmal von einer Lay-Quote von 17,0 aus und berechnen die einzelnen Werte der linken Gleichungsseite von innen nach aussen:

(100 / Lay-Quote) = 5,8824
((100 / Lay-Quote) * -1) = -5,8824
(((100 / Lay-Quote) * -1) +100) = 94,1176
100 / (((100 / Lay-Quote) * -1) +100) = 1,0625.

Ergebnis: Die auf Basis einer Lay-Quote von 17,0 errechnete Back-Quote lautet 1,0625 und das wiederum bedeutet, dass wir mit einer Lay-Wette und einer Quote von 17,0 im Gewinnfall eine Verzinsung von 6,25 % erzielen.

Was versteht man unter Value Bets? Eine subjektive oder objektive Betrachtung?

Doch dazu sollte man zunächst einmal wissen, um was es sich bei Value Bets überhaupt handelt. Value Bets sind Wetten, bei denen die für ein Ereignis vom Buchmacher oder von einer Wettbörse objektiv angebotene Quote besser ist, als die auf der eigenen subjektiven Entschätzung basierende Quote für das entsprechende Ereignis.

Was sich theoretisch etwas hölzern anhört, wird anhand eines praktischen Beispiels schnell deutlich.

Stellen Sie sich einmal vor, dass Sie auf den Seiten einer Wettbörse für den Heimsieg einer Fußballmannschaft eine Quote von 2,0 finden. Diese Quote errechnet sich aus der Einschätzung des Wettanbieters, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Heimsieg 50% beträgt. Wenn Sie nun also glauben, dass die Wahrscheinlichkeit für den Heimsieg deutlich höher, nämlich bei 70% liegt, dann beträgt die darauf basierende Quote bei 1,43. Somit ergibt sich hier in unserem Beispiel ein „Value“, also ein „Mehrwert“ von 0,57 Quotenpunkten. Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass Sie im Erfolgsfall pro eingesetzten Euro 57 Cent mehr gewinnen als Sie nach ihrer eigenen Einschätzung gewinnen dürften.

Einmal abgesehen von der Tatsache, dass Value Bets schwer zu finden sind, stellt sich hier jedoch auch immer die Frage nach der Ermittlung von Value Bets. Die Ermittlung ist immer abhängig von zwei subjektiven Entscheidungen. Einerseits die subjektive Einschätzung des Wettanbieters und andererseits die subjektive Einschätzung des möglichen Wettannehmers. Somit ergibt sich, dass es nicht die einzig richtige und festgelegte Kenngröße für Value Bets gibt, sondern aufgrund der unterschiedlichen subjektiven Einschätzung gibt es immer eine Vielzahl von individuellen Möglichkeiten für eine Value Bet. Der einzig „objektive Umstand“ in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass es einen Wettanbieter gibt, der eine Wette mit einer ganz bestimmten Quote zum Kauf anbietet.

Fallstricke bei Surebets

Surebets sind für sich genommen eine tolle Sache. Egal wie das Wettereignis auch immer ausgehen mag, die Wette wird in jedem Fall gewonnen – so weit so gut. Doch es gibt auch hier ein paar Fallstricke, über die man zumindest informiert sein sollte, bevor man solch eine Wette platziert. Für alle, die mit dem Begriff Surebet nichts anfangen können, gibt es hier eine Erklärung.

Die erste Schwierigkeit besteht darin Wettkonstellationen zu finden, die solch eine Surebet überhaupt erst einmal ermöglichen. Aus einer Vielzahl von Buchmachern und Wettbörsen, die zusammen eine nahezu unüberschaubare Anzahl von Wetten anbieten, Surebets herauszufinden, gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Unter Aufwand-/Nutzen-Gesichtspunkten dies alles per Hand vor dem PC selbst recherchieren zu wollen, ist seriöser Weise niemandem zu empfehlen. Aber wie für viele Fragen bieten sich auch hier im Internet hilfreiche Dienste an, teils kostenlos, teils kostenpflichtig. Beispielhaft seien hier einmal die Seiten von www.betsquare.com und www.betbrain.com genannt.

Da sich die Gewinne aufgrund der Charakteristika von Surebets in aller Regel in einem Rahmen von ca. 1,5% bis 3% bewegen, braucht man schon einen relativ hohen Kapitaleinsatz, um einen signifikanten Gewinn in Euro zu erzielen.

Als nächstes wird man feststellen, dass man bei sehr vielen Buchmachern/Wettbörsen eigene Konten unterhalten muss, um im Falle des Falles gewappnet zu sein, die sich dort ergebende Möglichkeit für eine Surebet auch nutzen zu können. Das wiederum erhöht das Risiko einem unseriösen Buchmacher sein Geld anvertraut zu haben.

Und schließlich sind da noch – je nach AGB des jeweiligen Buchmachers – die möglichen Gebühren für das Einzahlen und/oder das Abheben des Kapitals; diese Gebühren können dann auch schon mal mit 1% oder 2% zu Buche schlagen und somit den Gewinn stark negativ beeinflussen.

Dies sind die Schattenseiten im Zusammenhang mit Surebets und es bleibt jedem selbst überlassen Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen und seine eigene Entscheidung zu treffen, ob man eine Surebet platziert oder eben nicht.

Die Torminutensumme-Wette – Die Krönung der exotischen Fussballwetten

Die klassische Siegwette kennt jeder: Entweder gewinnt die Heim-Mannschaft oder die Gast-Mannschaft oder das Spiel endet mit einem Remis. Es gibt aber auch noch eine ganze Reihe von Wetten, die eher als exotisch zu bezeichnen sind.

Da wäre einmal die Frage nach der Halbzeit mit den meisten Toren als 3-Wege-Wette. Die meisten Tore können nämlich entweder in der ersten oder in der zweiten Halbzeit fallen oder es fallen gleich viel Tore in beiden Halbzeiten. Weitere ebenfalls nicht ganz so bekannte Wettformen sind z. B. die Wette, ob Team 1 oder Team 2 zu Null gewinnt. Oder auch die Frage wer das erste Tor schiesst (welche Mannschaft oder sogar welcher Spieler) oder die Anzahl der im Spiel gegebenen Eckbälle und die Anzahl der gelben und roten Karten sind allesamt Fragen, die mit reinem Fussball Sachverstand seriöserweise nicht mehr zu beantworten sind. Hier hilft nur noch die statistische Analyse.

Die Krönung all dieser Exoten ist, zumindest nach Meinung des Autors, die so genannte Torminutensumme-Wette (TMS). Hierbei geht es darum, eine Aussage zu treffen über die Summe der Minuten in denen ein Tor gefallen ist. Endet das Spiel beispielsweise 2:1 und sind die Tore in der 8. und 56. und 64. Minute gefallen, so lautet in diesem Beispiel die Torminutensumme 128. Üblicherweise wird diese Wette in Form einer 3-Wege-Wette angeboten. Damit die Wette in dieser Form dargestellt werden kann, werden Intervalle von Torminutensummen gebildet. Eine in diesem Zusammenhang häufig anzutreffende Intervallbildung sieht folgendermassen aus: TMS <=119, TMS zwischen 120 und 140 und TMS >=141.

Eine insgesamt sehr breite Auswahl an unterschiedlichen Wettformen bietet beispielsweise der Anbieter Bwin. Je exotischer die Wette allerdings, umso weniger Möglichkeiten zum Quotenvergleich bieten sich dem Nachfrager an. Teilweise kann man froh sein, überhaupt einen weiteren Anbieter zur möglichen Optimierung der Quoten zu finden.

Was sind Quoten und wie werden sie ermittelt?

Was versteht man unter einer Quote?
Die Quote ist der Preis für eine Wette. Lieferant bzw. Anbieter der Fussballwette ist ein Buchmacher; Kunde bzw. Käufer sind Sie, wenn Sie auf die Wette einsteigen. Anders ausgedrückt: Die Quote stellt den Preis dar, den ein Buchmacher bereit ist dafür zu zahlen, dass ein Wett-Teilnehmer die von ihm (dem Buchmacher) angebotene Wette annimmt. Ein Beispiel: Die Quote auf einen Sieg von Mannschaft A beträgt 1,80. Steigen Sie auf die Wette mit einem Einsatz von 2,00 Euro ein und Mannschaft A gewinnt, erhalten Sie eine Auszahlung von 3,60 Euro. Abzüglich des Einsatzes von 2,00 Euro ergibt sich ein Gewinn von 1,60 Euro.

Wie werden nun diese Quoten ermittelt?
Die Quote spiegelt die Einschätzung des Buchmachers hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit eines bestimmt definierten Ereignisses wieder. Gibt es mehrere mögliche Ereignisse, so beträgt (theoretisch) die Summe aller Einzel-Eintrittswahrscheinlichkeiten genau 100%.

Auch hierzu ein Beispiel:
Der Buchmacher schätzt bei einem Fussballspiel die Wahrscheinlichkeit eines Heimsieges mit 60% ein, die eines Remis wird mit 30% beurteilt und die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Niederlage der Heimmannschaft kommt wird mit lediglich 10% bewertet.

(Anmerkung: Dies ist die individuelle Einschätzung des Buchmachers; die persönliche Einschätzung eines potentiellen Wett-Teilnehmers kann und wird im Einzelfall mehr oder weniger stark davon abweichen. Welche Auswirkungen unterschiedliche Beurteilungen von Wahrscheinlichkeiten haben, dazu an anderer Stelle mehr.)
Auf der Grundlage der Wahrscheinlichkeiten ermitteln sich direkt die Quoten, indem die Zahl 100 durch die entsprechenden Einzelwahrscheinlichkeit dividiert wird; in unserem Beispiel bedeutet dies, dass die Quote für einen Heimsieg 1,6 beträgt, für ein Remis 3,3 und für einen Sieg der Gastmannschaft 10.

Die Durchführung von Quotenvergleichen und die Auswirkung von Quotenunterschieden

Nehmen wir einmal zwei durchaus bekannte Wettanbieter; zum einen wäre da der Sportwettenanbieter bwin und zum anderen haben wir den staatlichen Wettanbieter oddset ausgewählt. Quasi als Gegenpol fungiert als Dritte im Bunde eine Wettbörse, nämlich Betfair.

Während sich die Quoten, die für einen Sieg von Barcelona gezahlt werden, noch sehr moderat im Hinblick auf Unterschiede verhalten, so ergeben sich beim Vergleich der Quoten für ein Unentschieden oder gar bei einem Sieg des Außenseiters (in diesem Fall der FC Bayern München) immense Abweichungen. Bei einem Sieg von Barcelona zahlen sowohl bwin als auch oddset eine Quote von 1,4, während man bei Betfair eine Quote von 1,46 erhält. Ein Unterschied von ca. 4,2% zugunsten von Betfair. Manche werden nun sagen, dass, wenn man die Provision, die im Gewinnfall bei Betfair anfällt, mit berücksichtigt, wird der Unterschied relativ unbedeutend. Das lassen wir dann einmal so stehen …

Keinerlei Diskussionen darüber, wo man denn nun letztendlich im Sinne einer Optimierung, sprich einer besseren Verzinsung seines Einsatzes, sein Geld für eine Wette platzieren sollte, gibt es bei den Quoten für Unentschieden oder bei einem Sieg der Gastmannschaft. So zahlt oddset bei einem Sieg der Gastmannschaft eine Quote von 5,50, bwin bietet da schon eine ein wenig bessere Quote von 7,0, während es bei Betfair eine Quote von stolzen 8,6 gibt. Ein Quotenunterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Anbieter von sage und schreibe mehr als 56%.

Was das in der Praxis bedeuten kann, soll an einem Beispiel deutlich gemacht werden: Wollten Sie eine DoubleChance-Wette auf einen Sieg der Heimmannschaft oder auf ein Unentschieden spielen, so würden Sie im Gewinnfall bei einem Einsatz von 100 Euro beim schlechtesten Anbieter 3,56 Euro verlieren und beim besten Anbieter mit dem gleichen Einsatz 11,85 Euro gewinnen (Provision bereits berücksichtigt).

3-Wege-Wetten / 2-Wege-Wetten / Mehrwege-Wetten

Die Anzahl der „Wege“ einer Wette beziffert die Anzahl der möglichen Wett-Ausgänge bzw. die Anzahl der möglichen Ereignisse bei einer Fussballwette.

Die klassische Sieg-Wette ist der wohl bekannteste Vertreter einer 3-Wege-Wette, da es hier eben genau drei mögliche Ereignisse gibt, die gleichermassen eintreffen können, nämlich aus der Sicht der Heimmannschaft betrachtet Sieg, Unentschieden oder Niederlage.

Stellvertretend für die 2-Wege-Wette steht im Rahmen der Torwetten, die sehr einfach strukturierte Wettform mit der Frage, ob ein Spiel torlos endet oder nicht.

Hier gibt es eben ganz genau 2 Möglichkeiten, nämlich dass entweder ein Tor oder mehrere Tore erzielt werden oder ob das Spiel eben torlos endet.

Eine Mehrweg-Wette ist beispielsweise die Wette darauf, in welchem Minutenintervall das erste Tor fällt; z. B. in der 10. – 19. Minute, in der 20. – 29. Minute, in der 30. – 39. Minute, in der 40. – 49. Minute, usw.

Professionelle Wett-Teilnehmer nutzen 3-Wege-Wetten und Mehrwege-Wetten sehr häufig um massgeschneiderte Wettstrategien zu entwickeln.

Was versteht man unter einem ausgeglichenen Markt?

Normale Marktsituation
Bei einem ausgeglichenen Markt für Backwetten liegt die Prozentsumme so gut wie immer über 100% und für Lay-Wetten so gut wie immer unter 100%. Je näher sich die Prozentsummen an 100% annähern, umso „fairer“ sind die Wetten bzw. die hierfür angebotenen Quoten.

Neutrale Marksituation
Wäre die Summe in einem dieser beiden Märkte (Back oder Lay) exakt 100%, wäre das für alle am Wetten Beteiligten ein Nullsummenspiel, sowohl für den Buchmacher als auch für den Wettannehmer.

Inverse Situation
Liegt die Prozentsumme bei einer Backwette unter 100%, so ist dies gleichzusetzen mit einem sicheren Verlust für den Buchmacher und dementsprechend einem sicheren Gewinn (Surebet) für den Wettannehmer; bei einer Lay-Wette trifft dies zu, wenn die Summe über 100% liegt.

Hier ein Beispiel einer normalen Marksituation anhand einer 3-Wege-Wette:
Die Quoten betragen für ein Sieg der Heimmannschaft 1,95, für ein Remis 3,45 und für einen Sieg der Gastmannschaft 3,35. Die Summe der aus den Quoten umgerechneten Prozentwahrscheinlichkeiten beträgt hier 110,12%.

Für die Lay-Seite ergibt sich bei der gleichen Wette folgendes Quotenbild: 2,3 und 3,8 und 3,6. Hier beträgt der umgerechnete Wert nun 97,57%.

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